Die Behandlung von Kindern


Meine Beobachtungen haben mich gelehrt, dass die ganzheitlichen Therapieverfahren gerade bei den "kleinen" Patienten besonders gut ansprechen.

Häufige Infekte, v.a. der Atemwege und Ohren, Bauchschmerzen, Durchfälle, Kopfschmerzen bis hin zu Allergien, sind Beschwerden, mit denen schon die Kleinsten zu kämpfen haben.

Man sagt, so ca. 8 - 10 Infekte im Jahr sind "normal", da das Immunsystem noch lernen muss. "Normal" ist aber immer im Zusammenhang mit der Schwere der Erkrankung zu sehen. Ist das Kind in einem kritischen Zustand, oder benötigt es eine lange Rekonvalenzzeit (die Zeit sich zu erholen), sollte man sich schon Rat einholen.

Ansonsten gibt es, neben dem leider nicht immer zu umgehenden Antibiotika, zahlreiche Helfer aus der Natur, die den Kindern, aber auch uns Erwachsenen, die Beschwerden lindern können.

 

 

Auch in der klassischen Homöopathie lassen sich, durch das postulierte Anregen der Selbstregulation, oftmals gute Erfolge erzielen.

Gar nicht so selten macht es Sinn, sich einmal die Darmflora  des betroffenen Kindes anzuschauen. Der Darm und die darin lebenden Bakterienkulturen stellen u.a. einen Trainingspartner für unser Abwehr dar.

Außerdem schützen sie unser System vor der Ansiedelung pathogener (schädlicher) Keime. Genauere Details können Sie auch auf der Seite "Mikrobiologische Therapie" nachlesen.

Dysbalancen, oder kleine Entzündungsherde können ein Grund für häufige Infekte, Nahrungsmittelunverträglichkeiten etc. sein.

Ist ein ausführliches Anamnesegespräch bei Kindern möglich?

Natürlich unterscheidet sich die Behandlung von Kindern von der Therapie mit Erwachsenen. Je nach Alter des Kindes ist es nicht möglich ein konzentriertes Gespräch über einen längeren Zeitraum zu führen, oder das Kind ist von seiner sprachlichen Entwicklung einfach noch gar nicht so weit, über sich und seine Beschwerden zu sprechen.

Ich lasse die Kinder in meiner Praxis spielen, mit den Eltern kuscheln, trotzen, lachen, reden, malen, einfach das tun, was gerade so kommt und das Kind beschäftigt. Durch die Beobachtung des Kindes in Kombination mit den Informationen, die mir die Eltern geben, lässt sich viel mehr über das Kind erfahren als man denkt.

Kann man AD(H)S auch ganzheitlich behandeln?

Auch ich bin schon von besorgten Eltern eines bewegungsintensiven, oder unkonzentrierten Kindes, gefragt worden, ob es sich um AD(H)S handeln könnte, und ob man nicht etwas tun könne. Oft werden die betroffenen Eltern von den Lehrern darauf aufmerksam gemacht, dass das Kind sich auffällig im Schulalltag verhält.

Bei meiner Antwort bin ich sehr vorsichtig!

Motorische Unruhe, Konzentrationsschwäche und eine hohe Impulsivität mit niedriger Frustrationstoleranz, häufig in Kombination mit Selbstwertstörungen, sind Symptome, die auch bei einem Kind ohne diese Erkrankung auftreten können. Die Diagnose ist nicht immer eindeutig, denn die Liste der Differentialdiagnosen ist lang.

So kann es sich auch nur um ein sehr aktives Kind handeln, eins mit viel Phantasie welches sich schnell durch äußere Einflüsse ablenken lässt. Eines mit schulischer Unter- oder Überforderung. Vielleicht liegt aber auch ein hormonelles Ungleichgewicht vor, oder es gibt Spannungsmuster aufgrund von Blockaden am Bewegungsapparat.

Aus naturheilkundlicher Sicht bieten auch die klassische Homöopathie, die Pflanzenheilkunde, die orthomolekulare Therapie (Verwendung von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen) und viele andere Therapiemethoden gute Ansätze die betroffenen Patienten zu unterstützen. Im Übrigen spielt auch die Ernährung eine wichtige Rolle.

Deshalb ist es ratsam sich professionelle Hilfe und Unterstützung zu suchen, und die betroffene Person über einen längeren und dadurch aussagekräftigeren Zeitraum beobachten und beurteilen zu lassen.